Unsere Kirche in Franzfeld

Franzfeld war eine rein deutsche Gemeinde. Sie wurde von deutschen Siedlern im Jahre 1792 nahe Pantschewo bei Belgrad gegründet.

Eines hatten die Ansiedler vom Anbeginn gemeinsam: Die Lutherbibel, das evangelische Gesangbuch und meistens auch den Katechismus von Luther. Dies war ihr geistiges Gut, das sie aus der alten Heimat mitbrachten.

Allerdings variierten die Gesangbücher und die Melodien. Unterschiede gab es vor allem zwischen den Schweizern (sie gehörten zur reformierten Richtung) und den Deutschen (sie gehörten zu den Lutheranern).

Einige Reformierte verließen deshalb bald Franzfeld und wanderten nach Russland aus, wo sie ein neues Franzfeld gründeten.

Es gab verschiedene protestantische Glaubensrichtungen, aber es gab am Anfang noch keinen Pfarrer. Die Gemeinde wählte jedoch zwei Männer als Kirchenväter.
Bald nach der Ansiedlung wurde ein „Bethaus“ errichtet; dann erst später eine Kirche gebaut.
Diese wurde durch einen Neubau ersetzt, der bis zur Vertreibung der Deutschen als Mittelpunkt des geistlichen Lebens diente.

Anmerkung:
Zum Katechismus: In der Pfalz galt der Heidelberger Katechismus; in Württemberg der Brenz’sche; im Oberland herrschte die Lehre der Reformierten vor; im Unterland die lutherische. Die Auswanderer waren wohl alle geprägt durch den Pietismus.

Beiträge zur Kirche in Franzfeld werden von:
Jakob Stehle, Pfr. i. R. aus Reutlingen-Oferdingen – Eurem „Pfarrersvetter“ – für den Verein erarbeitet. Er selber wurde 1942 noch in Mramorak geboren; seine Großmutter, Eva Bohland, geb. Ruppenthal, kommt aus Franzfeld.

Viele der Landsleute haben ihn in der Vergangenheit auch um die Beerdigung ihrer Lieben gerufen.

Für seine Verdienste erhielt Pfarrer Stehle von seinen Franzfeldern Landsleuten die Ehrennadel in Gold.

Weitere ergänzende Informationen zu uns Franzfeldern finden Ihr auch in der Franzfelder Homepage von Pfarrer Stehle. Er betreibt auch die Webseite der Mramoraker Landsleute.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.